Posts Tagged ‘Caps’

Zinsderivate – einfach erklärt!

Die globalen Finanzmärkte bringen schon so manche Seltsamkeit mit sich. Manch ein Finanzlaie versteht überhaupt nicht mehr, was mit den einzelnen Anlagearten überhaupt gemeint ist. So ergeht es vielen bei Zinsderivaten.

Das Wort Derivat stammt ursprünglich von dem lateinischen derivare und bedeutet “ableiten”. Ein Derivat ist also ein Finanzprodukt, dessen Preis vom Preis anderer Produkte abgeleitet wird oder abhängt. Dies können Rohstoffe, Vermögensgegenstände oder Referenzgrößen wie Aktienindices oder Zinssätze sein.

Derviate sind in der Wirtschaft also Verträge, deren Wert an die Entwicklung von Indices, Ereignissen oder Preisen gekoppelt sind. Diese Verträge können börslich und außerbörslich gehandelt werden.

Im Bereich der Zinsderivate gibt es u. a. FRA (Forward Rate Agreements), Swaps, Swaptions und Caps und Floors.

Forward Rate Agreement (FRA) Die außerbörslich gehandelten Forward Rate Agreements dienen dazu, sich Zinssätze in der Zukunft zu sichern, was sich auch bereits aus dem Namen herleiten läßt.

Der Käufer eines FRA sichert sich den Zins für eine Geldaufnahme. Er sichert sich damit gegen steigende Zinsen ab und verzichtet dafür auf die Einsparchancen, die fallende Zinsen bieten. Die Position des Verkäufers ist genau spiegelbildlich. (Wikipedia)

Zinsswaps Bei Swaps vereinbaren zwei Vertragsparteien, zu einem zukünftigen Zeitpunkt Zinszahlungen auf festgelegte Geldbeträge auszutauschen. Am häufigsten werden bei Zinsswaps variable Zinsen gegen fixe Zinsen getauscht.

Swaptions Swaptions sind Optionen, in einen Zinsswap einzutreten.

Caps und Floors Zinscaps und Zinsfloors bieten bei variabler Zinsrate eine Absicherung durch ein vorher festgelegtes Zinsminimum bzw. -maximum. Bezugsgrößen sind Libor oder Euribor.

Anwendung finden diese Finanzmarktmittel im Bereich des Liquiditätsmanagement. Es geht im wesentlichen darum, die Risiken aus variablen Zinssätzen abzusichern.